Stellungnahmen
Presse
Flug der Schwäne - Petition zum Seitenanfang

Rückgang von Zwergschwänen drängt zum Handeln

Seit 1995 hat sich die Zahl der Zwergschwäne auf dem sibirisch-europäischen Zugweg von 29.000 auf nur 18.000 Exemplare reduziert.

Stichtag ist der 5. Dezember, dann will Sacha Dench vom WWT, die derzeit den Zugweg der Zwergschwäne mit einem Motorschirm zwischen der russischen Arktis und England abfliegt und mittlerweile in den Niederlanden angekommen ist, die Petition in Westminister, London präsentieren. Damit will sie die Aufmerksamkeit vieler Entscheidungsträger in allen Ländern auf der Zugroute bekommen und zum Schutz dieser Vogelart aufrufen.

Die Forderungen unfassen für alle Länder auf dem Zugweg:

# den Schutz von Feuchtgebieten

# die Renaturierung von zerstörten Feuchtgebieten

# den Schutz von Rast- und Nahrungsgebieten von Zugvögeln

# nachhaltige Planung bei der Errichtung von Windenergieanlagen und Mittelspannungsleitungen

# die Bekämpfung der illegalen Jagd

Die Teilnahmemöglichkeit zur Unterzeichung der Petition finden Sie unter
https://www.flightoftheswans.org/support/petition/.
Mit nur wenigen Klicks den Zwergschwänen helfen!

24.11.2016



Zugroute der Zwergschwäne zwischen den Brut- und Überwinterungsgebieten


Senderschwan Daisy-Clarke
Foto und Karte: WWT
5 Jahre Ornitho.de zum Seitenanfang

Ein Grund zu Feiern - mit ADEBAR

Schon seit 5 Jahren gibt es nun ornitho.de und das nimmt der DDA zum Anlass für eine besondere Aktion:

Alle Beobachter, die mindestens 555 Meldungen eingetragen haben, können den Brutvogelatlas ADEBAR stark vergünstigt für nur 55,55 € bestellen. Der Ladenpreis beträgt 98,- €.

Die Aktion ist zeitlich begrenzt und läuft noch bis zum 30.11.2016.

Bestellungen können online aufgegeben werden unter
http://www.dda-web.de/index.php?cat=pub&subcat=adebar_ge

23.11.2016



ADEBAR Titelbild
Einflug von Seidenschwänzen? zum Seitenanfang

Beobachtungen des Verhaltens und der Nahrungquelle erwünscht

Der Seidenschanz ist eine Vogelart, die bei uns nur im Winterhalbjahr vorkommt, in manchen Jahren sogar invasionsartig. Schon Anfang November wurde daher auf der Nachrichtenseite von ornitho.de nach Beobachtungen zu dieser Art gefragt. Zum Text
Es lohnt sich zu dieser Zeit an Bäumen mit Beeren wie Eberesche oder Mehlbeere auf diese Vögel zu achten, die durch ihr "Klingeln" auf sich aufmerksam machen. Besonders in Parks, Kleingartenanlagen oder an anderen Stellen in Städten und Ortschaften sind diese Vögel zu finden. Mit etwas Zeit oder mit Fotos aus der richtigen Perspektive kann man auch anhand von Gefiedermerkmalen das Alter und das Geschlecht der Tiere ermitteln.
Dazu eine Bestimmungshilfe von O. Graf und R. Martin als pdf-Datei.

Aufrufe, diese Art zu melden, haben offenbar eine Tradition, denn auch Hugo Weigold von der Vogelwarte Helgoland machte 1911 auf diese Art aufmerksam. Allerdings haben sich die Erfassungmethoden etwas geändert...


Weigold 1911, Ornithologische Monatsberichte 19, Seite 15

22.11.2016



Seidenschwanz in Beerenbaum Foto: M.Schäf
Vogelgrippe in Schleswig-Holstein zum Seitenanfang

Aktualisierung 12.11.2016

Geflügelbetriebe betroffen, Aufstallungsgebot erlassen
In einer Geflügelhaltung im Kreis Schleswig-Flensburg mit 30.000 Hühnern ist der Virus nachgewiesen worden. Kurz davor verendeten in einem Betrieb bei Lübeck infizierte Puten, weitere 100 Tiere wurden getötet.

Ein Team von Epidemiologen des Friedrich-Löffler-Institutes soll nach Schleswig-Holstein kommen und Ursachenforschung betreiben.

Informationen zur Situation der Wildvögel im Vogelgrippendrama finden Sie bereits seit 2005 auf der NABU-Homepage:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/krankheiten/vogelgrippe/04347.html

Geflügelpest/Vogelgrippe auch in weiteren Ländern
Die Geflügelpest war bereits in Polen festgestellt worden. Es handelt sich in allen Fällen um das hochpathogene H5N8 Virus. Ob es sich jeweils um das identische Virus handelt, ist noch nicht sicher. Das Landwirtschaftsministerium hat das Friedrich-Löffler-Institut um Unterstützung gebeten. Das Landwirtschaftsministerium ist im Kontakt mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium. Betroffen sind auch die Bundesländer Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Alle Bundesländer wurden über das Geschehen in Schleswig-Holstein informiert. Zwischenzeitlich wurde das Virus auch in Dänemark, Österreich und der Schweiz bestätigt.

Aktualisierung 09.11.2016

Informationen des MELUR zum Thema auf dem Landesportal Schleswig-Holstein über den aktuellen Fall und über die Konsequenzen für Geflügelhalter und Öffenlichkeit:

Geflügelhalter sind gefordert 09.11.2016

Geflügelpest in Schleswig-Holstein 08.11.2016

 

Aktualisierung 08.11.2016

Gleich zwei Pressemitteilungen gab das MELUR heute zum Thema Vogelsterben heraus. Während zunächst nur der Verdacht der Vogelgrippe erwähnt wurde, wird in der zweiten Mitteilung der Nachweis von H5N8 bestätigt. Mit der amtlichen Feststellung treten auch weitere Maßnahmen in Kraft.

Das Veterinäramt des Kreises Plön richtet nun nach den Vorgaben der Geflügelpest-Verordnung einen Sperrbezirk von mindestens drei und ein Beobachtungsgebiet von mindestens weiteren sieben Kilometern um die jeweilige Fundstelle der Wildvögel ein. In diesen Gebieten gelten Beschränkungen für Geflügelhaltungen: Geflügel muss aufgestallt werden und darf vorübergehend nicht verbracht werden (Sperrbezirk: 21 Tage; Beobachtungsgebiet: 15 Tage). Die Bestände im Sperrbezirk müssen regelmäßig klinisch untersucht und es müssen Proben genommen werden. Zudem gelten strenge Biosicherheitsmaßnamen (Stallhygiene, Reinigung, Desinfektion). In den Gebieten befinden sich sowohl große Tierhaltungen als auch viele Kleinstbestände. Bisher nicht gemeldete Geflügelhalter sollten sich kurzfristig beim Veterinäramt melden und ihre Geflügelhaltung dort anzeigen. Die genaue Kulisse der Zonen wird durch die zuständigen Kreisveterinärbehörden festgelegt, die betroffenen Geflügelhalter werden über die erforderlichen Maßnahmen informiert.

Zum Schutz der Tierbestände wird zudem im gesamten Land ein Aufstallungsgebot erlassen. Grund ist, dass verschiedene Wildvogelarten betroffen sind, die nicht nur am Wasser bleiben. Zudem können Greifvögel und andere Vögel infizierte Tiere fressen und so das Virus weitertragen.

Zur Quelle der Infizierung wurden keine Angaben gemacht. Welche Rolle der Massentierhaltung bei der Entstehung und Verbreitung der Viren zukommt, wurde nicht thematisiert. Bleibt zu hoffen, dass nicht wieder die Wildvögel als Prügelknaben herhalten müssen. Im Rahmen einer erneut aufkommenden Diskussion sind die Beiträge auf der Homepage des Wissenschaftsforums Aviäre Influenza von Bedeutung.

Die Argumentationshilfe zur "Wildvogel-Geflügelpest-Monitoring-Verordung" ist dabei besonders beachtenswert: pdf-Datei

Die kompletten Texte der Pressemitteilungen des MELUR:

Pressemitteilung 1

Pressemitteilung 2

 

07.11.2016: Analyseergebnisse des Landeslabores erwartet

Der Fund vieler verendeter Wasservögel, in der Hauptsache Reiherenten, ruft in Plön Besorgnis hervor. Seit mehreren Tagen werden gehäuft tote Vögel am Ufer gefunden. Eine Kontrolle am 06.11. brachte übe 80 tote Reiherenten und je eine Mantelmöwe, Silbermöwe, Höckerschwan und Bläßhuhn.
Meldungen weiterer Funde nimmt die NABU Landestelle Wasser in Plön entgegen. Datum, Anzahl, Art und Fundort sollen angegeben werden. Handelt es sich um beringte Vögel sollten auch Nummer und Text des Ringes notiert werden. Mitteilungen können telefonisch unter 04522-2173 oder per E-Mail Carsten.Pusch@NABU-SH.de an Carsten Pusch gemacht werden.
Noch wird zu den Ursachen nur spekuliert. Als Möglichkeiten kommen Viren oder toxische Algen in Frage. Genaueres wird die Analyse des Landeslabores in Neumünster ergeben.

07.11.2016


Tote Reiherenten am Großen Plöner See. Foto: C. Pusch/NABU



Reiherenten Foto: S. Wolff
Mahnender Beitrag zur illegalen Vogeljagd zum Seitenanfang

Das Vogelmorden wird zu wenig beachtet!

In einem aktuellen Beitrag in der Mitgliederzeitschrift der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pflalz (GNOR) e.V. befasst sich der renommierte Ornithologe Urs N. Glutz von Blotzheim mit der illegalen Vogeljagd insbesondere rund um das Mittelmeer. Er weist darin auf die „Diskrepanz zwischen Bemühung von Druckerschwärze und effektivem Einsatz gegen einen gesetzeswidrigen, skandalösen und in der derzeitigen Gesamtsituation nicht mehr tolerierbaren Zustand“ hin.
Die OAG SH/HH unterstützt diesen Hilferuf und die Mahnung des Schweizer Zoologen, der auch als Gastredner auf dem Festkolloquium der OAG am 05.11.2016 in Husum sprechen wird.

Den Beitrag aus GNOR-Info Nr. 123 können Sie hier herunterladen.

Weitere Informationen zur illegelaen Vogeljagd im Mittelmeerraum:
Komitee gegen den Vogelmord e.V.

27.10.2016


Auch der Vogel des Jahres 2016, der Stieglitz, gerät in die Netze illegaler Vogeljäger auf Zypern. Foto: Comitee against bird slaughter (CABS)
11. Deutsches See- und Küstenvogelkolloquium in Hamburg zum Seitenanfang

Ankündigung und Programm

Vom 18. bis 20. November 2016 wird im Konferenzzentrum der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) in Hamburg-Wilhelmsburg stattfinden.

Die Arbeitsgemeinschaft Seevogelschutz, ein seit 1982 bestehender Zusammenschluss von Vereinen und Institutionen, die für den Schutz bzw. die Erforschung von Küstenvögeln an der deutschen Nord- und Ostsee amtlich oder ehrenamtlich tätig sind, setzt damit die 1996 begonnene Tradition fort, alle zwei Jahre allen Beteiligten und Interessierten ein Forum zu bieten, neue Forschungsergebnisse zu See- und Küstenvogelschutz und -forschung vorzustellen und aktuelle Erfahrungsberichte aus den Schutzgebieten auszutauschen.

Die Tagungsgebühr beträgt je Teilnehmer € 30,00 und beinhaltet Tagungsgetränke, ein gemeinsames Abendessen und zwei Mittagessen. Anmeldungen zur Teilnahme: E-Mail an Rolf de Vries rdevries@hwk-inter.net

Weitere Informationen und Details zu Ablauf und Anmeldung finden sie auf der Homepage der AG Seevogelschutz bzw. in der Ankündigung.

Hier das geplante Programm.

14.10.2016

Knutt Paula Knutt Paula mit Ausrüstung auf dem Weg zum See- und Küstenvogelkolloquium
Was ist in der Nachbarschaft los? zum Seitenanfang

Veranstaltungshinweise

Natürlich ist in Schleswig-Holstein und Hamburg immer ein ornithologischer Ausflug zu spannenden Exkursionszielen möglich. Aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachen werden u.a. Veranstaltungen mit interessanten Themen angeboten.

So finden z.B. die Zugvogeltage an der niedersächischen Nordseeküste schon seit dem letzten Wochenende statt. Bis zum 16.10. gibt es noch ein buntes Programm. Infos unter http://www.zugvogeltage.de/.

Oder in Mecklenburg-Vorpommern: Ein Vortrag am 13.10.2016 über die Zwergschnepfe. Ein Bericht über 35 Jahre Feldarbeit in Südwestsachsen. Infos unter
http://www.oamv.de/aktuelles/neuigkeiten/einzelansicht.html

Oder in Hamburg am 17.10.2016 Markus Risch berichtet über die Lachseeschwalben an der Elbmündung, von der letzten Lachseeschwalbenkolonie Deutschlands. Anfahrt

12.10.2016

Gefiederte Detektive: Möwen auf der Suche nach Umweltsündern zum Seitenanfang

Besenderte Möwen geben Hinweise durch Aufenthaltsorte

Illegale Müllentsorgung ist in Spanien ein Problem, das Auffinden und Beseitigen dieser Müllplätze nicht einfach. Das Geschäft mit Müll ist lukrativ und illegale Entsorgung erhöht die Gewinnspanne. Forscher haben nun einen ungewöhnlichen Ansatz gewählt, diesen kriminellen Aktivitäten auf die Spur zu kommen. Im vergangenen Jahr 19 Mittelmeermöwen mit GPS-Sendern ausgerüstet und deren Bewegungsmuster ausgewertet.

Vögel auf Futtersuche haben einen großen Aktionsradius, sind fast rund um die Uhr unterwegs und mit solarbetriebenen Sendern bis zu mehreren Jahren im "Dienst". Die Kombination aus Flächenabdeckung und geringen Kosten sind die Vorteile beim Auffinden der illegealen Entsorgungsstellen. Auch andere Arten wie Weißstorch oder Schwarzmilan wären weitere Kandidaten für die "Müllpolizei" in Spanien.

Die Arbeit der spanischen Forscher: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0159974

28.09.2016

Flug der Schwäne - Flight of the Swans zum Seitenanfang

Live-Karte nun online

Wer den Kurs der Expedition verfolgen möchte kann das nun mit der Live-Karte tun.

https://www.flightoftheswans.org/live-map/

Nicht nur der Flug von Sacha Dench, auch der Flug von Daisy Clarke, einem besenderten Zwergschwan, kann verfolgt werden. Unter Map Controls am oberen Seitenrand stehen mehrere Optionen zum Ein- und Ausblenden bereit.

Die Homepage zum Projekt
https://www.flightoftheswans.org/

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FLug der Schwäne Karte mit Flugroute

Die sibirische Tundra von oben. Sacha Dench ist mit dem Motorflugschirm unterwegs auf dem Zugweg der Zwergschwäne.

21.09.2016

Flug der Schwäne - Flight of the Swans zum Seitenanfang

Expeditionsteam nun in Russland angekommen

Die internationale Zwergschwanaktion "Flight of the swans" steht kurz vor ihrem Start in Sibirien. Sacha Dench, die Pilotin des Motorflugschirms, traf mit Eileen Rees und Julia Newth vom WWT in Moskau auf Vertreter von Naturschutz und Wissenschaft im Zoologischen Museum. Es gab auch Treffen mit verschiedene Politikern, die das Programm unterstützen. Ein Workshop zur Reduzierung der Jagd auf Schwäne, Diskussionen zur zukünftigen Schutzarbeit und Aktionen mit Kindern wurden bereits durchgeführt.

Wenn der Flug mit dem Gleitschirm aus den Brutgebieten startet, kann die Reise via Live-map und Blog verfolgt werden. Die Bodencrew ist bereits unterwegs.

Es gibt auch neue Nachrichten von einem Senderschwan. Daisy Clarke ist wieder im Empfangsbereich für die Transmittersignale und befindet sich nun in der Nähe von Arkhangelsk. Dort wird auch Sacha bald ihre Reise starten. Der Herbstzug beginnt!

Die Homepage zum Projekt
https://www.flightoftheswans.org/

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FLug der Schwäne Karte mit Flugroute

Flug- und Expeditionsroute von den Brut- in die Überwinterungsgebiete. Judi Dench wird mit ihrem Motorflugschirm den Zugweg der Zwergschwäne bereisen und auf vielen Stationen unterwegs für den Schutz dieser Art werben.

16.09.2016

Vogelzugbericht HH

Eileen Rees, Sacha Dench und Julia Newth in Sibirien.
Vogelzugplanbeobachtungsbericht Hamburg 2015 zum Seitenanfang

Bericht steht zum Download bereit

Neben der Beschäftigung mit dem avifaunistischen Geschehen bei Brut- und Gastvögeln kümmert sich der Arbeitskreis Vogelschutzwarte Hamburg seit einigen Jahren auch verstärkt um das Vogelzuggeschehen. Systematische Zählungen zur Erfassung der Intensität und zeitlichen Verteilung des herbstlichen Vogelzuges an der Unterelbe begannen 1994. Seit dem Herbst 2001 wurde der regelmäßige Zählrhythmus nochmals intensiviert und zwischen Anfang September und Mitte November eine tägliche Zählung angestrebt.

Weiteres auch unter
http://www.ornithologie-hamburg.de/index.php/zugvoegel

Beobachtungsberichte für Hamburg und Schleswig-Holstein:
http://www.ornithologie-schleswig-olstein.de/2011/projekte/mon_zug.php

15.09.2016

Vogelzugbericht HH

Vogelzugbericht Hamburg 2014
Die Wasservogelzählung geht online! zum Seitenanfang

Wasservogelzählungstool auch für Schleswig-Holstein in Vorbereitung

Im Rahmen des Festaktes „50 Jahre Wasservogelzählung in Bayern“ wurde heute in München die Online-Eingabe für die Wasservogelzählung (WVZ) offiziell freigeschaltet. Die WVZ ist damit das erste Programm des bundesweiten Vogelmonitorings, dessen Dateneingabe in ornitho.de integriert wurde.

Systematische Erfassungen von rastenden Wasservögeln haben nicht nur in Deutschland eine lange Tradition. Ähnliche Initiativen in weiteren Ländern Westeuropas wurden in den 1960er-Jahren zum International Waterbird Census (IWC) zusammengeführt, der seitdem – inzwischen weltweit – alljährlich Mitte Januar stattfindet. Die Zählung ist damit vermutlich die umfangreichste einer Artengruppe überhaupt. Als Startjahr des International Waterbird Census gilt der Winter 1966/67. Im Januar 2016 wurde die Internationale Mittwinterzählung somit bereits zum 50. Mal durchgeführt.

Viele Zählerinnen und Zähler sind seit Jahrzehnten, einige sogar von Beginn an dabei! Im Rahmen des Festaktes wurden die bayerischen „Urgesteine“ der WVZ von Ulrike Scharf, der Bayerischen Staatministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, feierlich geehrt. Das außerordentliche Engagement der Wasservogelzählerinnen und -zähler würdigten die Ministerin und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel, in ihren Festvorträgen.

Weitere Details siehe ornitho.de

01.09.2016

Christian Tausch (LfU), Stefan Kluth (VSW Bayern), Rainer Dröschmeister (BfN), Johannes Wahl (DDA), Manfred Siering (OG Bayern), Norbert Schäffer (LBV) und Sönke Tautz (Otus) starteten gemeinsam die Online-Dateneingabe der WVZ beim Festakt in München. © Armin Görgen
Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands veröffentlicht zum Seitenanfang

Aktualisierung der vierten Fassung von 2007

Zur Dokumentation des Artenrückgangs, als Alarmsignal für den Zustand von Natur und Landschaft insgesamt, sind Rote Listen ein unverzichtbares Instrument: Sie sind in ihrer Aussage leicht verständlich, für jedermann einsehbar und fachlich akzeptiert. Seit nunmehr 45 Jahren gibt es in Deutschland die Rote Liste der Vögel, eine lange Zeitreihe in der kurzen Naturschutzgeschichte unseres Landes und somit eine wirkliche Erfolgsgeschichte aus dem Werkzeugset des Naturschutzes.

248 einheimische Vogelarten brüteten 2005 bis 2009 regelmäßig in Deutschland und wurden der Gefährdungsanalyse unterzogen. 13 weitere Arten sind bereits ausgestorben oder verschollen. Zusammen mit diesen ausgestorbenen oder verschollenen Arten sind derzeit 118 Arten (45 %) mindestens gefährdet. 18 Arten (7 %) wurden in die Vorwarnliste aufgenommen. Im Vergleich zur 4. Fassung der Roten Liste mussten 24 Arten in höhere Gefährdungskategorien eingestuft werden, während 21 Arten herabgestuft werden konnten. Erfreulich ist, dass sich die Zahl der vom Aussterben bedrohten und stark gefährdeten Arten um 6 Arten leicht verringert hat. Alarmierend ist jedoch, dass sich die Zahl der als gefährdet geltenden Arten von 14 auf 27 Arten nahezu verdoppelt hat, während die Zahl ungefährdeter Arten zurückgegangen ist.

Die neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands ist in Band 52 der Berichte zum Vogelschutz erschienen und kann hier bestellt werden.

30.08.2016

Rote Liste Heft Titelbild Berichte zum Vogelschutz 52 mit Roter Liste
Westküstenvogelkiek 2016 zum Seitenanfang

Programmankündigung für Exkursion in den Beltringharder Koog am 01. und 02. Oktober

Die Tagestour richtet sich an alle, die sich die Vogelwelt der Westküste erschließen wollen oder tiefere Einblicke in eines der vogelkundlich bedeutsamsten Gebiete der deutschen Nordseeküste erhalten möchten. Sie wird von gebietskundigen Fachleuten begleitet. Ein Team aus Nationalpark-Rangern und jungen versierten Begleitern, die ihre ornithologische Leidenschaft bei der Mitarbeit in den unterschiedlichen Naturschutzverbänden entwickelt haben, ermöglichen ein begeisterndes Naturerlebnis für Einsteiger und geübtere Vogelbeobachter gleichermaßen.

Programm und weitere Informationen

17.08.2016

Neuer Altersrekord beim Austernfischer zum Seitenanfang

Austernfischer aus den Niederlanden "überflügelt" deutsche Bestleistung

Damit steht also ein Scholekster, niederländisch für Austernfischer, ganz oben auf dem Treppchen.

Am 3. März 1972 als mindestens zweijähriger Vogel auf Texel beringt, ist der Vogel nun mindestens 46 Jahre alt. Der Vogel wurde lebendig in der Maasvlakte gesehen, einem Hafen- und Industriegebiet an der Maasmündung. Der Code auf dem Metallring wurde vom Ornithologen Hans Keijser abgelesen. Damit rutscht der Rekord eines 43 Jahre alt gewordenen Austernfischers aus Deutschland auf Rang 2. Originalmeldung bei Sovon

Beringte Austernfischer: Fund- und Beringungsorte sowie Anzahlen der Beringungen in der Euring-Datenbank.

Für das 11. Deutsche See- und Küstenvogelkolloquium ist auch ein Vortrag von Dr. Bruno Ens, einem international anerkannten Austernfischerexperten aus den Niederlanden, angekündigt. Er wird noch mehr zur leider nicht sehr guten Situation dieser Art berichten können.

12.08.2016

Festkolloquium zu Ehren von R. K. Berndt und Dr. Wilfried Knief zum Seitenanfang

Veranstaltung im Schloss vor Husum

Anlässlich der 70. Geburtstage der langjährigen Vorstandsmitglieder R. K. Berndt und Dr. Wilfried Knief veranstaltet die OAG am 5. November 2016 ein Kolloquium.

Das Programm können steht als pdf-Datei bereit.

Anmeldungen können per Formular abgeschickt werden oder Sie schreiben eine E-Mail an Stefan Wolff.

04.08.2016

Superflug eines Knutts über 4.000 km ohne Zwischenhalt zum Seitenanfang

Paula überquert den Atlantik vom nördlichen Kanada bis in das Wattenmeer

Knutts aus zwei verschiedenen Populationen nutzen das Wattenmeer der Nordsee im Verlauf des Jahres. Während die Nominatform auf dem Zug zwischen sibirischem Brutgebiet und den westafrikanischen Winterquartieren im Frühjahr und Herbst bei uns durchzieht, überwintern Knutts der im hocharktischen Kanada und im Norden Grönlands verbreiteten Unterart islandica bei uns.

Im Rahmen eines Projektes des Niederländischen Instituts für Meeresforschung (NIOZ) offenbarte nun ein mit Satellitensender ausgestatteter Knutt dieser Unterart eine beeindruckende Zugleistung. Der Knutt „Paula“ erreichte am 15. Juli die niederländische Insel Terschelling nach einem Nonstop-Flug über 4000 Kilometer aus dem nördlichsten Kanada. Er bestätigt damit bisherige Annahmen, dass Knutts auf ihrem Weg zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet enorme Flugleistungen vollbringen.

Der Vogel war im April 2016 im Rahmen einer Pilotstudie auf der niederländischen Insel Griend mit einem Satellitensender ausgestattet worden. Nachdem dessen Auswirkungen auf den Vogel anfangs in Gefangenschaft getestet wurden, entließ man „Paula“ auf der Insel Texel wieder in die Freiheit. Umgehend zog der Vogel zur 30 Kilometer entfernten Insel Griend zurück, wo er zwei Wochen zuvor gefangen worden war.

Mehr auf der DDA-Homepage
http://www.dda-web.de/index.php?cat=aktuelles

Originalnachricht auf der NIOZ-Homepage mit Karte des Flugweges
https://www.nioz.nl

30.07.2016

Knutt Paula Knutt Paula im niederländischen Wattenmmeer mit Farbringen und Sender (Antenne ragt über den Schwanz hinaus). Foto: Jan Wijmenga
Geierabenteuer mit tragischem Ende zum Seitenanfang

Bartgeier "Larzac" im Kreis Plön vermutlich mit Leitung kollidiert

Anfang Juli wurde er noch, wenn auch zufällig, über dem Nord-Ostsee-Kanal fotografiert und befand sich in Gesellschaft mit 12 Gänsegeiern, nun wurde der junge Bartgeier tot in unmittelbarer Nähe zu einer bereits abgeschalteten aber noch nicht abgebauten Stromleitung geborgen.

Der besenderte Vogel aus einem Wiedereinbürgerungsprogramm in Frankreich wurde kurz nach seiner letzten Sichtung vermisst. Unklar war, ob nur der Sender ausgefallen war oder der Vogel wirklich Probleme hatte. Nun gibt es dir traurige Gewissheit. Nach Angaben von Ingo Ludwichowski, NABU-Landesgeschäftsführer, ist aufgrund der Fundumstände ist eine Kollision mit der Stromleitung wahrscheinlich. Die stark verwesten Überreste werden nun nach Frankreich geschickt und dort analysiert.

Bilder und weitere Informationen auf der NABU-Homepage
https://schleswig-holstein.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/greifvoegel/21008.html

27.07.2016

Windkraft und Kollision von Vögeln: Projektbericht verfügbar zum Seitenanfang

Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-)Vögeln und Schaffung planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen (PROGRESS)

Das Projekt PROGRESS wurde von BioConsult SH in Zusammenarbeit mit ARSU, IfAÖ und der Universität Bielefeld durchgeführt. Es galt der Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-) Vögeln und der Schaffung planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen.

Kollisionen von Vögeln (und Fledermäusen) gelten als ein zentrales Konfliktfeld zwischen dem Ausbau der Windenergienutzung und dem Naturschutz. Da zahlreiche Vogelarten und alle Greifvogelarten besonderen gesetzlichen Schutz genießen sind Kollisionen ein wichtiger artenschutzrechtlicher Aspekt in den Genehmigungsverfahren.

Der Projektbericht ist über die Homepage von BioConsult SH verfügbar:

http://bioconsult-sh.de/de/nachrichten-archiv/progress-endbericht-veroffentlicht/

25.07.2016

Titel Bericht Progress
Unter Geiern zum Seitenanfang

Sichtungen von Gänsegeiern in ganz Schleswig-Holstein

Mittlerweile liegen mehrere Beobachtungen von Gänsegeiern aus Schleswig-Holstein vor. Den Auftakt und Höhepunkt bildet eine Meldung aus dem Flensburger Raum vom 21.06.: 23 Vögel waren dort am Himmel zu sehen. Am 03.07 waren es dann 12 bzw. 13 Exemplare über dem Nordostseekanal bei der Fähre Landwehr. Zwei BeobachterInnen hatten unabhängig voneinander das Glück. Zunächst wurden die hochfliegenden Vögel für Seeadler gehalten, da es die wahrscheinlichere Möglichkeit zu sein schien. Bei den hoch fliegenden Vögeln eine verständliche Verwechslung.

Zwei weitere Meldungen stammen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg von einem bzw. 3 Gänsegeiern.

Vermutlich handelt es sich um vorwiegend junge Vögel, die selbst noch nicht brüten und sich auf Wanderschaft befinden. Dieses Zugverhalten ist bekannt aber noch nicht ausreichend untersucht. Bisher waren es hauptsächlich Beobachtungen von Einzeltieren, größere Trupps von Geiern sind daher eine echte Ausnahme.

gaensegeier
Gänsegeier wird von Kolkrabe attackiert. Foto: Karsten Kriedemann, 05.07.2016 bei Seedorf/RZ.

Sollten Sie selbst Gänsegeier gesichtet haben, können Sie diese bei ornitho.de melden oder eine Nachricht direkt an beobachtung@ornithologie-schleswig-holstein.de schicken.

07.07.2016

Birdrace 2016 zum Seitenanfang

Ergebnisse?

Zur Tabelle auf der DDA-Seite

Teilnehmer aus Schleswig-Holstein waren auch in den Medien präsent:

Hier ein Beitrag aus dem Schleswig-Holstein Magazin vom 07.05.2016

und hier ein Artikel in der Ostholsteiner Zeitung am 12.05.2016.

08.05.2016

Informationen zu den Vorträgen der Jahresversammlung 2016 zum Seitenanfang

Internetlinks als Ergänzung

Als Nachtrag zu der Mitgliederversammlung am 06.03.2016 hier noch ergänzende Links zu den Themen der Versammlung und weitere Neuigkeiten:

- Videofilme zur Prädation von Mäusebussarden durch Uhu, Vortrag von Thomas Grünkorn zur Entwicklung der Mäusebussardbestände bei Schleswig.

http://bioconsult-sh.de/de/projekte/mausebussarde/

- Poster zum Telemetrie-Projekt Wespenbussard

http://www.raptor-research.de/pdfs/a_sp100p/a_sp148_Meyburg_2010_Wespenbussard.pdf

- Weitere Veröffentlichungen zur Telemetrie von Greifvögeln

http://www.raptor-research.de/main.html

- Homepage des Naturfilmers Peter Peukert mit weiteren Bildern von Karmingimpel und Co.

http://www.naturvideo-sh.de/

- Für Interessenten eigener Originalbilder von Christopher Schmidt.

http://www.naturillustrationen.de/

- Neues aus der Welt der Eulen bietet die aktuelle EulenWelt mit Zahlen und Berichten des vergangenen Jahres.

http://www.eulen.de/eulenwelt.php

 

Ehrenmitglied 2016
Das neue Ehrenmitglied der OAG, Volkher Looft (Mitte), bei Überreichung der Urkunde. Rechts Laudator Thomas Holzhüter und links der Vorsitzende der OAG Bernd Hälterlein. Foto: H. Wirth

12.03.2016

Band 8 der Reihe "Vögel Schleswig-Holsteins" erschienen zum Seitenanfang

Die Geschichte der Feldornithologie in Schleswig-Holstein und Hamburg

Der achte Band aus der Reihe „Vogelwelt Schleswig-Holsteins“ handelt von der Entwicklung der feldornithologischen Arbeit in Schleswig-Holstein und Hamburg von den Anfängen um 1500 bis zum Jahr 1969. In den Mittelpunkt stellt Rolf K. Berndt die allmähliche Verbesserung der avifaunistischen Kenntnisse anhand der wesentlichen Veröffentlichungen. Behandelt werden die maßgebenden Personen und ihre Leistungen, das Entstehen und Wachsen von Vereinen und Arbeitskreisen sowie deren Beiträge zur besseren Organisation der vogelkundlichen Arbeit, nicht zuletzt auf dem Hintergrund der wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland. Am Rande werden auch die langfristigen Veränderungen in der Vogelwelt sichtbar. Die reichhaltige Ausstattung des Bandes mit Fotos von Lebensräumen, Vögeln und Personen sowie mit Grafiken aus vogelkundlichen Arbeiten illustriert diese Geschichte der Feldornithologie.

Das Werk ist zum Preis von 48,- € beim Buchhändler ihrer Wahl zu erhalten.

Leseprobe Band 8

22.12.2015

Geschichte der Feldornithologie

 

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