Stellungnahmen
Presse
12. Deutsches See- und Küstenvogelkolloquium zum Seitenanfang

Ein Wochenende in Greifswald mit Themen zum Seevogelschutz

Seit 1996 veranstaltet die AG Seevogelschutz in zweijährigem Abstand das Deutsche See- und Küstenvogelkolloquium. Das nunmehr 12. Kolloquium wird gemeinsam von der AG Seevogelschutz, dem LUNG MV und der Michael-Succow-Stiftung organisiert. Es findet vom 09. bis 11. November 2018 in Greifswald statt.
Die See- und Küstenvogelkolloquien sollen insbesondere auch jungen Referenten ein Forum bieten, ihre Forschungsergebnisse vorzustellen und aktuelle Erfahrungsberichte aus den Schutzgebieten auszutauschen. Das Themenspektrum umfasst die See- und Küstenvögel an Nord- und Ostsee.

Thematische Schwerpunkte des Kolloquiums sind:

  • Bestandsentwicklungen von Brut- und Rastbeständen von See- und Küstenvögeln und ihre Ursachen
  • Neue Forschungsergebnisse zur Ökologie der See- und Küstenvögel
  • Betreuung von Schutzgebieten
  • Schutzbemühungen und ihre Erfolge

Anmeldungen bitte bis spätestens 31. Oktober 2018 per unten verfügbarem Formular.

Es wird ein Tagungsbeitrag von 30 € erhoben. Dieser Beitrag schließt den Tagungsband, der als Sonderheft des „Ornithologischen Rundbriefes MV“ erscheinen soll, sowie die Kosten für das Abendbuffet am 10.11.2018 ein.

Das Programm

 

Anmeldungen bis zum 31.10.2018 mit dem Anmeldeformular

23.10.2018


Westküstenvogelkiek 2018 zum Seitenanfang

Die beliebte Veranstaltungsreihe jährt sich erneut

Wie in jedem Jahr findet auch 2018 der Westküstenvogelkiek statt. Zahlreiche Veranstaltungungen unter fachkundiger Führung werden von einer ganzen Gruppe von Verbänden angeboten. Der Westküsten-Vogelkiek ist eine regionale Aktion des internationalen BirdWatch. Der BirdWatch wurde 1993 von Birdlife International, einem weltweitem Netzwerk von Naturschutz- und Vogelschutzorganisationen, ins Leben gerufen. Der NABU ist als Partnerorganisation von BirdLife International für den BirdWatch in Deutschland zuständig. Dem Gedanken des Netzwerkes folgend veranstalten der NABU, die Schutzstation Wattenmeer, die Seehundstation Friedrichskoog, der Verein Jordsand und die Nationalparkverwaltung seit 1997 gemeinsam den Westküsten-Vogelkiek als regionale Aktion der immer am ersten Oktober- Wochenende stattfindenden weltweiten Vogelbeobachtungstage.

Die Programmübersicht

Ganztägige Beobachtungstouren mit dem Bus am am 06. und 07. Oktober

Vogelkundliche Tagestour zur Insel Amrum am 03.10.2018

Vogelkundliche Schiffstour zur Hallig Langeneß am 05.10.2018

Vogelkundliche Tagestour mit Schiff und Rad zur Insel Pellworm am 04.10.2018

 

09.09.2018


Möwen


Reiherenten

Vögel, die man kieken kann

Nordfriesland statt Mallorca und Cote d'Azur zum Seitenanfang

Seeregenpfeifer erkundet neu Brutregion

In der zurückliegenden Brutsaison staunten die Biologen der Schutzstation Wattenmeer und des Michael-Otto-Instituts im NABU nicht schlecht: Sie entdeckten an der nordfriesischen Wattenmeerküste zwei Seeregenpfeifer-Weibchen aus dem Mittelmeerraum unter den einheimischen Artgenossen. Erstmals wurden damit bei der bedrohten Vogelart Umsiedlungen vom Mittelmeer an die Nordsee nachgewiesen. Die Entdeckungen verdeutlichen die Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, um die ökologischen Zusammenhänge besser zu verstehen. Weitere Details stehen im Artikel des FALKEN, Ausgabe 8/2018, den wir an dieser Stelle verlinken dürfen:

Nordfriesland statt Malloca und Cote d'Azur, DER FALKE 8/2018

 

31.08.2018



Wanderlustiges Weibchen 024
Monitoring häufiger Brutvögel - Bericht zur Saison 2017 zum Seitenanfang

Ergebnisse des erfolgreiches Monitoringprogramm in Berichtsform verfügbar

Wie auch in den vergangenen Jahren wurden die Ergebnisse des Monitorings häufiger Brutvögel vom Koordinator Alexander Mitschke ausgewertet und im Bericht dargestellt. Wie immer gibt die Fülle an Daten ein komplexes Bild der Bestandsentwicklungen wieder. Mit jedem Jahr wird die Zeitreihe wertvoller und gibt Möglichkeiten Veränderungen zu erkennen. Die Ergebnisse sind nicht immer nur positiv, aber es gibt auch erfreuliche Entwicklungen. Mehr Informationen bietet die Lektüre der pdf-Datei, die über untenstehenden Link zu erreichen ist.

Bericht zum Monitoring häufiger Brutvögel 2017

 

06.08.2018


OAG Stellungnahme zu den AEWA-Managementplänen für Nonnengänse und
         Graugänse
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Ergebnis einer intensiven Diskussion während und nach der Mitgliederversammlung

Werden wildlebende Gänse zur Plage und müssen im Bestand reguliert werden? Wie hoch sind die Bestände überhaupt? Ist eine Altersbestimmung bei Gänsen im Feld möglich und wozu ist das gut? Gleich mehrere Vorträge zur Gänsethematik standen auf dem Programm der diesjährigen Jahresversammlung der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft. Aus der Beschäftigung mit den Vortragsinhalten entwickelte sich eine angeregte Diskussion, das veranlasste die OAG eine Stellungnahme zu verfassen, die nachfolgend als pdf-Datei zum Download bereitsteht.

Stellungnahme der OAG zu den AEWA-Managementplänen für Nonnengänse und Graugänse

 

08.05.2018


Ringelganstage in der Biosphäre Halligen vom 21. April bis 13. Mai 2018 zum Seitenanfang

Sie sind wieder da, es geht wieder los!

Jedes Jahr im Frühjahr schallt ein vielstimmiges „Rott-rott-rott“ über die Halligen. Dann wissen alle – die Ringelgänse sind da! Die kleinen dunkelbrauen Meeresgänse mit dem weißen Ring am Hals sitzen zu Tausenden auf den Salzwiesen der Hallig, zupfen die schmackhaften Kräuter und legen sich so Reserven für den langen Flug in die sibirischen Brutgebiete an.
Die Ringelganstage feiern den Besuch der Gänse im Nationalpark Wattenmeer mit einem bunten Veranstaltungsprogramm auf den Halligen, auf Amrum, Pellworm sowie dem benachbarten Festland.  Hier ein kleiner Auszug: Am 21. April geht es mit der feierlichen Eröffnung auf Hallig Hooge los. Neben naturkundlichen Wanderungen und kreativen Angeboten wird dort auch die „Goldene Ringelgansfeder“ für besonderes Engagement für die Natur und die Region verliehen. Der 28. April bietet eine Weltpremiere: Erstmals gibt es auf Hallig Hooge einen „Poetry Slam zu den Ringelganstagen“ mit Björn Högsdal, ab Schlüttsiel fährt die „MS Seeadler“ dorthin. Am 30. April kann man sich auf der Hamburger Hallig auf „Die Reise der Ringelgänse“ begeben, im Halligkrog findet dazu ein kulinarischer Zwischenstopp statt. Auf Hallig Langeness genießt man nach einer „Ringelgans-Safari“ ein typisches Halligfrühstück (1. Mai), bei Wattwanderungen mit speziellen Ringelgansbeobachtungen zu den Halligen Oland (u.a. 22. und 28.April) und Gröde (6. Mai) kommt auch die Bewegung nicht zu kurz. Mehr kurzweilige Literatur gibt am 4. Mai auf Hallig Hooge, wenn Katja Just aus ihrem Buch "Barfuß auf dem Sommerdeich" liest. Den Abschluss der diesjährigen Ringelganstage bildet das „Vogelkiek-Wochenende“ auf Hallig Langeness (10.-13. Mai), bei dem sich vier Tage lang alles um Natur und Kultur der Halligen dreht.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der Ringelganstage

 

Das komplette Programm erhalten Sie unter www.ringelganstage.de. Unten eine Auswahl besonders Events.

 

19.04.2018



Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel zum Seitenanfang

Datensammlung zur Kollision von Vögel mit Windenergieanlagen

Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen. Die „Dokumentation Vögel und Windenergienutzung“ auf der Internetseite des LUGV wurde nun aktualisiert und die Informationen und Kollisionszahlen auf den neuesten Stand gebracht. Nach der Erweiterung sind auf nunmehr 116 Seiten mehr als 450 Literaturquellen verarbeitet, die eine solide Basis für Entscheidungen verschiedenster Art bilden. Zusammen mit der gesamtdeutschen Datenbank der Kollisionsopfer ist diese Faktensammlung die Grundlage der Abstandsempfehlungen der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten für Windkraftanlagen.

Unterstützen Sie die Datensammlung durch die Meldung von Kollisionsopfern oder weiterer hilfreicher Publikationen zu dem Thema!

Weitere Informationen

 

03.04.2018


Winter der Birkenzeisige zum Seitenanfang

Starker Einflug macht sich bemerkbar

Allein in den ersten Tagen des Jahres wurden schon 14.500 Birkenzeisige aus 206 Beobachtungen in Schleswig-Holstein gemeldet. Das ist schon stattlich.

Eine Besonderheit diese Art betreffend wurde Weihnachten 2017 aus Dänemark gemeldet. Dort wurde ein Vogel mit einem chinesischen Ring gefangen, der ein Jahr zuvor in Heilongjiang beringt wurde.

Zur Facebook-Meldung der Vogelstation Skagen mit Fotos von Ring und Vogel.

Auch in Schleswig-Holstein sind mittelweile fast 1.000 Birkenzeisig in diesem Winter beringt worden. So spektalkuläre Wiederfunde wie bei den Dänen gab es allerdings noch nicht.

19.01.2018


Emmy & Karl Kaus-Preis 2017 an die Naturschützer Bernd Koop und
         Heinz Schwarze
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KIEL - Die KARL KAUS STIFTUNG hat am 8. Dezember 2017 Bernd Koop und Heinz Schwarze für ihre langjährigen Einsätze zum Schutz freilebender Tiere und ihrer Lebensräume, speziell auch gegen die Stellnetzfischerei und gegen eine immer intensivere Landnutzung geehrt.

Anke Erdmann, Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, begrüßte die geladenen Gäste. Fachvorträge hielten die renommierten Wissenschaftler Prof. Dr. Stefan Garthe, Präsident der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft, und Dr. Hermann Hötker, Institutsleiter des Michael-Otto-Instituts im NABU.

Jedes Jahr ertrinkt eine enorme Zahl von rund 45.000 Meeresvögeln allein in der südlichen Ostsee als Beifang in den Stellnetzen der Fischerei. Auch viele Schweinswale sind dabei. Sie sind die einzige und stark bedrohte heimische Walart in der Ostsee. „Das Sterben ist qualvoll, ungewollt und unnötig, denn Fischer wollen eigentlich Fische und nicht Vögel oder Meeressäuger fangen“, sagt Joachim Seitz, Vorsitzender der Karl Kaus Stiftung. Unter den Opfern ist auch die Eisente, Seevogel des Jahres 2017. Die Eisente war einst die häufigste Meeresente. Doch sie hat dramatisch abgenommen - in Europa in 14 Jahren um 3 Millionen Tiere. Das bedeutet ein Rückgang um 65 %. Nach der Weltnaturschutzunion IUCN gilt die Eisente seit 2012 als weltweit gefährdet. Hauptursache im Wintergebiet der Ostsee sind die feinmaschigen Stellnetze, die sogar in Schutzgebieten ausgebracht werden.

Eine „Freiwillige Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und tauchenden Meeresenten“ unterzeichneten in Schleswig-Holstein Umweltminister Dr. Robert Habeck, der Landesfischereiverband und der Fischereischutzverband im Dezember 2013. Diese Vereinbarung läuft in wenigen Tagen, am 31.12.2017 aus und wird von Naturschutzverbänden als fachlich unzureichend bewertet. Eine Überwachung ist kaum möglich. Ein Berichterstattungssystem für den Beifang fehlt.
In Mecklenburg-Vorpommern existiert gar keine Regelung, obwohl dort das Problem noch gravierender ist. Der Handlungsbedarf ist groß.

Die Preisträger

„Sie sehen hin, zeigen Missstände auf und handeln aktiv für Tier und Natur – fachlich, sachlich und lösungsorientiert“, hebt Seitz den nimmermüden Einsatz der beiden Naturschützer Koop und Schwarze hervor.
Bernd Koop aus Plön begleitet seit Jahren ehrenamtlich die Vereinbarung, dokumentiert bei umfassenden Wasservogel-Zähltouren deren (Nicht-) Einhaltung sowie Todeszahlen ertrunkener Vögel. Viele Fachdaten zur Vogelwelt im Bundesland stammen von ihm.
Der zweite Preisträger ist Heinz Schwarze aus Pohnsdorf. Seit Jahrzehnten ist er ehrenamtlich aktiv für den Schutz der Lebensräume in der Agrarlandschaft und an Gewässern. Heinz Schwarze erhält Wallhecken (Knicks), schafft Streuobstwiesen und unzählige Tümpel für Amphibien. Er trägt zur Wiedervernässung der Pohnsdorfer Stauung bei und ist Präsident der Aktionsgemeinschaft „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ für den Schutz unserer Zugvögel in ganz Europa.

Heute ist es wichtiger denn je, die Qualität und Vielfalt unserer Umwelt, der Lebensräume und ihrer Arten zu bewahren. Denn der Natur geht es immer schlechter. Einerseits rückt das dramatische Insektensterben in den Fokus der Öffentlichkeit. Andererseits offenbart Agrarminister Schmidt mit seinem Alleingang zum europaweiten Durchsetzen des Ackergifts Glyphosat seine Rolle als Erfüllungsgehilfe der Agrarindustrie. Die intensive Landwirtschaft ist der Hauptfaktor für das Artensterben auch in Schleswig-Holstein.

„Wir haben es mit Politikversagen zu tun“, stellt Seitz klar. „Umso wichtiger ist, dass wir mit Bernd Koop und Heinz Schwarze zwei herausragende Menschen für den Naturschutz in Schleswig-Holstein würdigen.“ Die Karl Kaus Stiftung möchte die politische Debatte über die schwerwiegenden Mängel befördern. Sie fordert eine wirkungsvolle Änderung der Küstenfischereiverordnung für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie endlich Maßnahmen für eine naturverträglichere Landwirtschaft.

13.12.2017


Preisträger Koop und Schwarze
v.l.n.r: Heinz Schwarze (Preisträger), Joachim Seitz (Vorsitzender Karl Kaus Stiftung), Bernd Koop (Preisträger) Foto: Henning Kunze

tote Eisente
Durch Müllrest umgekommene Eisente am Strand.
Foto: Rainer Borcherding

Vögel des Jahres zum Seitenanfang

Wahl der Jahresvögel 2018 getroffen

Der Verein Jordsand hat für das Jahr 2018 eine neue Art als Seevogel des Jahres gewählt: es ist der Sandregenpfeifer. Diese Art hat besonders Probleme mit der Strandnutzung an Nord- und Ostsee durch den Tourismus, die besonders in der Brutzeit der Vögel intensiv ist. Daher soll laut Pressemitteilung des Vereines Jordsand im kommenden Jahr auf die Situation der Vögel aufmerksam gemacht werden. Der Seevogel des Jahres wird seit 2014 gewählt.

Schon deutlich länger, nämlich seit 1971, gibt es die Wahl zum Vogel des Jahres vom NABU. Für 2018 ist es der Star. Auch wenn diese Art ein Allerweltsvogel zu sein scheint, hat sie mit der zunehmenden Veränderung in unserer Landschaft zu kämpfen, mit dem Resultat, dass die Bestände sichtbar geringer werden. Sowohl ein Mangel an Brutmöglichkeiten als auch Probleme mit der Nahrung tragen zum Schwinden des Stares bei.

Seevogel des Jahres bei Jordsand.de

Vogel des Jahres bei NABU.de

 

22.11.2017


Sandregenpfeiferkueken
Sandregenpfeiferküken - Seevogel des Jahres 2018.
Foto: Ralph Martin

Star im Brutkleid
Star im Brutkleid - Vogel des Jahres 2018.
Foto: Georg Dorff

Situation des Mäusebussards in SH zum Seitenanfang

Forschungsprojekt zur Bestandsveränderung des Mäusebussards

Seit 2014 werden auf Probeflächen die Brutbestände der Bussarde erfasst und mit Zahlen aus vorhergegangenen Erfassungen verglichen. Neben dem Vergleich der Bestandszahlen wird auch nach den Ursachen für den festgestellten Rückgang gesucht.

Dazu wurden Kameras an mehreren Nestern installiert, um den Verlauf der Bruten zu dokumentieren. Zu den interessanten Ergebnissen und einigen anschaulichen Videos vom Familienleben der Mäusebussarde führt der nachfolgende Link:
http://bioconsult-sh.de/de/projekte/rueckgang-maeusebussard/

15.11.2017


Mäusebussardnest
Videobild vom Bussardnest. Quelle: Bioconsult SH
Daisy Clarke war wieder kurz in Deutschland zum Seitenanfang

Besenderte Zwergschwandame auf dem Weg in die westlichen Winterquartiere

Am Dienstag Nachmittag (07.11.) hat Daisy Clarke Litauen verlassen und hat den Weg über die Ostsee genommen. Relativ geradlinig wirkt die Flugroute, die sich aus den Positionen des Senders ergeben, dessen Signale alle drei Stunden gemeldet werden. An der Peenemünde kam sie dann am 09.11. vormittags an.

Kaum da und schon wieder weg. Nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland ist Disy Clarke mittlerweile schon in Holland angekommen. Auch in Schleswig-Holstein hat sie Rast gemacht: Mittags am 10.11. bis zum nächsten Morgen war sie an den Lammershagener Teichen. Das 18:00 Uhr Signal am 11.11. kam dann von der Eidermündung Höhe NSG Grüne Insel. An der Ostfriesischen Küste entlang flog sie dann an den nördlichen Rand des Ijsselmeeres, wo sie heute, am 13.11. angekommen ist.

In den kommenden Wochen sollte die Anzahl der Zwergschwäne hierzulande steigen zunächst halten sie sich aber weiter westlich auf. Richtig interessant wird es in Schleswig-Holstein dann im Februar und März.

13.11.2017


Zwergschwan Positionen
Zum Vergrößern mit Maus über Bild
Karte: WWT
6 Jahre ornitho.de zum Seitenanfang

Herzlichen Glückwunsch ornitho!

Millionen und Abermillionen von Beobachtungen sind in den 6 Jahren bei ornitho.de zusammengekommen. Ornitho kann also viele Daten. Nun ist es Zeit auch mal an die Qualität zu denken. Denn das ist ja einer der Gedanken der Datensammlung, eine zuverlässige Quelle für ornithologische Beobachtungen zu haben.

Nicht immer ist viel auch gut. Es gibt Beobachter, die zwar fleissig ihre Sichtungen eingeben, aber leider keine Angaben zu Alter, Geschlecht oder Lebensraum machen, obwohl das ja leicht möglich wäre. Bei vielen Beobachtungen, bei denen diese Unterscheidungen machbar wären, fehlen leider die Details.

Eine Spezialbaustelle ist die Rubrik Fotos. Bilder, auf denen unscharf viel Landschaft und ein nicht zu identifizierender Punkt als Vogel vermutet wird, nützen niemandem Etwas. Solche Fotos sind aber für diejenigen lästig, die sich im Bilderarchiv eine bestimmte Art ansehen wollen, die sie noch nicht sicher bestimmen können. Wer dann nur kleine schwarze Punkte findet, ist schnell frustriert.

Klar ist auch, dass es Unterschiede in der Erfahrung der Beobachter gibt, vom Vollblutorni bis zum Einsteiger haben wir wohl alles dabei. Und Spaß machen solle es ja auch, das Beobachten und das Eintragen der Daten. Aber kann man nicht auch Spaß haben und genau beschreiben?

30.10.2017


ornitho Geburstag
Nach wie vor ein Erfolg: das Datenportal für Vogelbeobachtung ornitho.de
Westküstenvogelkiek mit Gegenwind zum Seitenanfang

Wetterlage derzeit gemischt, weitere Veranstaltungen im Programm

Auch wenn Nationalparkranger Martin Kühn mit dem Wetter zu kämpfen hat, wie das Schleswig-Holstein Magazin gestern in der Sendung berichtete, stehen bis zum nächsten Sonntag, 08.10. noch einige Veranstaltungen auf dem Programm.

Schon seit Samstag läuft die Veranstaltungsreihe zum Westküsten-Vogelkiek.

Details zum Programm gibt es unter westkuesten-vogelkiek.de

 

03.10.2017


Westküstenvogelkiek
Das Schleswig-Holstein Magazin zeigte den gegen den Wind stapfenden Martin Kühn. (Screenshot NDR-Beitrag)
Wie wird der Bruterfolg der Zwergschwäne? zum Seitenanfang

Exkursion britischer Wissenschaftler in die arktischen Brutgebiete

Ein Team britischer Ornithologen vom WWT war im Sommer in den Brutgebieten des Zwergschwan, um dort Untersuchungen zu machen. Dabei wurden auch Schwäne gefangen und mit Farbringen markiert. Insgesamt 86 Zwergschwäne, 5 Singschwäne und 4 Höckerschwäne konnten vermessen und beringt werden. Die zu dieser Zeit flugunfähigen Schwäne werden vom Boot aus mit Netzen gefangen.

Kane Brides vom WWT berichtet auch von einem besorgniserregend geringen Anteil an Jungschwäne im Untersuchungsgebiet. Die Forscher rechneten mit 30 bis 40 Vögeln, fanden aber nur 5. Sollte das auch für die anderen Teile des Brutgebiete gelten, ist von einem schlechten Bruterfolg auszugehen. Die diesjährige Wettersituation in der Tundra lässt vermuten, dass es zu einem späten Brutbeginn kam und auch die gefangenen Jungschwäne waren noch verhältnismässig klein.

Genaueres wissen wir, wenn die Altersklassen in den bei uns rastenden Zwergschwänen im Winter ausgezählt werden können. Die seit Jahren rückläufigen Zahlen der westeuropäischen Zugwegpopulation könnten einen guten Bruterfolg dringend gebrauchen.

27.09.2017


Zwergschwanfang in der arktischen Tundra
Erfolgreicher Fang von Zwergschwänen in der arktischen Tundra. Foto: WWT
EBBA 2 - der europäische Brutvogelatlas ist im Werden zum Seitenanfang

Datenaufnahme größtenteils abgeschlossen, nur noch wenige Lücken

1997 wurde der erste europäische Verbreitungsatlas für die Brutvögel Europas publiziert. Die Daten sind nicht mehr aktuell und decken nicht ganz Europa ab. Deshalb lancierte der European Bird Census Council (EBCC) ein neues Atlasprojekt, den European Breeding Bird Atlas 2 (EBBA2).

Ziele
EBBA2 hat zum Ziel, die aktuelle Verbreitung und relative Häufigkeit der Brutvögel in Europa zu dokumentieren und die Veränderungen seit dem ersten Atlas aufzuzeigen, der auf Daten der 1980er Jahre fußte. Zudem soll eine europäische Datenbank für konkrete Auswertungen aufgebaut werden, mit denen gezielt naturschutzfachliche Fragestellungen beanwortet werden können.

Nationaler Ansprechpartner in Deutschland ist Christoph Sudfeldt, DDA.

Eine Einsicht in die bisherigen Ergebnisse und geplante Auswertung ist auf der Homepage von EBBA zu finden. Hier gibt es auch die Möglichkeiten das Projekt mittels Artenpatenschaften zu unterstützen.

25.09.2017


EBBA2
Rotmilanprojekt durch UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet zum Seitenanfang

Hervorragender Naturschutz auch mit Beteiligung der OAG

Mehr Nahrung während der Brutzeit zur Verfügung zu stellen und Horststandorte zu sichern sind die Ziele des bundesweiten Artenschutzprojektes Rotmilan – Land zum Leben. Um dies zu erreichen, haben sich 2013 der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL), der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und die Deutsche Wildtier Stiftung mit verschiedenen Partnern aus der Praxis zusammengeschlossen. Die Praxispartner beraten während des bis 2019 laufenden Projektes in neun Modellregionen in sieben Bundesländern die Landnutzer über praktische Maßnahmen rotmilanfreundlicher Landbewirtschaftung. Der Schlüssel zum Erfolg ist die naturschutzfachliche Beratung zum Anbau geeigneter landwirtschaftlicher Kulturen, in denen der Rotmilan Beute machen kann. Darüber hinaus werden Hecken angelegt, bestehende Nester geschützt und Bäume als zukünftige Brutstätten gepflanzt.

Dieser Einsatz wurde mit der Auszeichnung als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ belohnt. Die Urkunde wurde am 18. September im Rahmen einer Fachtagung von Frau Dr. Christiane Paulus vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit an die Projektträger überreicht. Zu der Tagung, in deren Mittelpunkt die Naturschutzberatung, praktische Maßnahmen und erste Monitoringergebnisse stehen, kamen über 100 Gäste aus ganz Deutschland.

mehr dazu

UN-Dekade Biologische Vielfalt

Rotmilan - Land zum Leben

25.09.2017


Auszeichnung UN-Dekade der Biologischen Vielfalt
Dr. Christiane Paulus vom Bundesumweltministerium (BMUB) verleiht Auszeichnung der UN Dekade Biologische Vielfalt an Projektträger: (von links) Dr. Jürgen Metzner (Deutscher Verband für Landschaftspflege), Hilmar Freiherr von Münchhausen (Deutsche Wildtier Stiftung), Dr. Christiane Paulus, Bundesumweltministerium), Dr. Christoph Sudfeldt (Dachverband Deutscher Avifaunisten).
Foto: A.Bauer
Vögel in Deutschland — Erfassung rastender Wasservögel zum Seitenanfang

Wasservogelzählungen mit hohem ehrenamtlichen Engagement

Ente, Schnepfe und Co. im Visier der Vogelkunde - Woher wissen wir zum Beispiel, dass Wasservögel aufgrund des Klimawandels ihre Rastgebiete nach Nordosten verlagert haben? Die Antwort darauf gibt die neue Ausgabe von „Vögel in Deutschland – Erfassung rastender Wasservögel“, die jetzt erschienen ist. Sie liefert einen bundesweiten Überblick über die Erfassungen, an denen sich jährlich mehrere tausend Ehrenamtliche beteiligen. Damit investieren sie hunderttausende Stunden ihrer Freizeit und sammeln die grundlegenden Daten über Vorkommen, Bestände und Trends rastender Wasservögel.
mehr dazu

Bezug der gedruckten Ausgabe über DDA-Schriftenversand,
z. H. Thomas Thissen An den Speichern 6, 48157 Münster,
Tel: 0251/2101400 E-Mail: schriftenversand@dda-web.de
Internet: http://www.dda-web.de/index.php?cat=pub&subcat=order>
Schutzgebühr: 9,80 EUR zzgl. Versandkosten

Weitere Informationen

„Vögel in Deutschland — Erfassung rastender Wasservögel“ zum Download

„Vögel in Deutschland — Erfassung rastender Wasservögel“ als online lesbare Version

22.08.2017


Hansebird 2017: 17.-18.06. zum Seitenanfang

Ein Buntes Programm mit Führung, Vorträgen und Austellung in Hamburg

Vom 17. bis 18. Juni 2017 bringt der NABU Hamburg Vogelfreunde, Naturbeobachter und Fotografen bereits zum achten Mal inmitten der Hansestadt zusammen. Vor der reizvollen Kulisse der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe mit ihren 44 Brutvogelarten können Ferngläser, Spektive, Kameras und Zubehör unter realen Bedingungen ausprobiert und verglichen werden. Ausflugszentren und Reiseanbieter stellen Vogelparadiese vor, daneben gibt es Naturschutzprodukte, Outdoor-Ausrüstung, Fachliteratur und Kunst. Inspirationen für eigene Streifzüge durch die Natur bieten zahlreiche Bildvorträge von Vogelkundlern und Naturfotografen. Führungen, Workshops und Kinderangebote runden das Rahmenprogramm ab.

Weiteres zur Hansebird auf der Homepage.

14.06.2017


Birdrace 2017 - wieder mit Rekorden zum Seitenanfang

Mehr Arten, mehr Teams, mehr Spenden

Wieder war es ein voller Erfolg, das Birdrace 2017 konnte mit Rekordbeteiligung bei besten Bedingungen durchgeführt werden. 302 Teams davon 34 aus Schleswig-Holstein gingen an den Start. Drei Beobachterteams aus Schleswig-Holstein schafften es unter die 10 "artenreichsten" Mannschaften.

Aber nicht nur ornithologisch sondern auch finanziell war das Rennen 2017 mit einer Steigerung verbunden. In diesem Jahr konnten mehr als 33.000 € als Spenden für die Unterstützung der Meldeplattform ornitho.de gesammelt werden. Ein toller Erfolg!

Weitere Details auch zu den Ergebnissen der letzten Jahre und zum Drumherum gibt es auf der Homepage des DDA.

10.05.2017


Plöner Erklärung zur Bedeutung und zum Schutz von Möwenbrutplätzen auf Flachdächern zum Seitenanfang

Schutz von Dachbrütern unzureichend

Störungen und Vertreibung von Möwen auf Flachdächern haben ein Besorgnis erregendes Ausmaß erreicht. Immer mehr Mitglieder der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft wie auch anderer Vogel- und Naturschutzvereine fordern den Stopp dieser Maßnahmen und ein abgestimmtes Vorgehen aller Verantwortlichen zum Schutz und zur Erhaltung dieser Brutvorkommen. Der Vorstand der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft hat deshalb auf einer außerordentlichen Sitzung in Plön die folgende Erklärung verabschiedet.

Die Plöner Erklärung als pdf-Version

31.03.2017


Jahresversammlung der OAG 2017 zum Seitenanfang

Interessantes Programm und reges Interesse

Die Teilnehmer der Jahrestagung der OAG waren sichtlich mit dem Vortragsprogramm zufrieden. Mit etwa 120 Anwesenden war die Veranstaltung sehr gut besucht.

Die Präsentation des Tätigkeitsbericht des Vorstandes können sie als pdf-Datei (8 MB) erhalten.

Als Möglichkeit, sich weiter mit den präsentierten Themen zu beschäftigen, folgen hier einige Hinweise zu weiteren bzw. in den Vorträgen genannten Quellen:

Georg Nehls - Ergebnisse der PROGRESS-Studie
Der komplette Projektbericht ist als pdf-Datei erhältlich: 
http://bioconsult-sh.de/de/projekte/progress/

Torsten Langgemach - Vogelwelt und Windkraftnutzung
Tabelle mit Kollisionzahlen für Deutschland und Europa:
http://www.lugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.312579.de

Nathalie Meyer - Vom Leben und Überleben des Großen Brachvogels in der ETS
Jahresberichte zum Wiesenvogelschutz
https://bergenhusen.nabu.de/forschung/wiesenvoegel/index.html

Oliver Granke & Volker Salewski - Das Eu-Projekt LIFE-Limosa
Projektberichte: https://bergenhusen.nabu.de/forschung/life-limosa/index.html
Projekthomepage: http://life-limosa.de/

Das komplette Programm der Jahrestagung als pdf-Datei.

06.03.2017


Vogelarten im Fokus 2017 zum Seitenanfang

Meldungen von Beobachtungen willkommen

In jedem Jahr gibt es bestimmte Vogelarten denen aufgrund aktueller Monitoringprogramme oder Projekte eine spezielle Aufmerksamkeit geschenkt wird. Meldungen von Beobachtungen zu diesen besonderen Arten sind natürlich auch besondes willkommen. Dazu gehören 2017:

Zwergschwan - für diese Art wird aufgrund des steigenden Anteils der in Schleswig-Holstein rastenden Vögel aus der Zugwegpopulation in Westeuropa eine intensive Erfassung durchgeführt. Zusätzliche Daten und besonders Ablesungen von beringten Vögeln helfen die Situation der Schwäne darzustellen. Weiteres unter Zwergschwanerfassung

Schwarzspecht, Mittelspecht, Zwergschnäpper, Rotmilan - diese vorwiegend waldgebundenen Arten stehen in diesem Jahr für die Erstellung der Berichte zu den Anhang-I-Arten im Mittelpunkt. Von Bedeutung sind besonders die Brutvorkommen, Meldungen einfacher Sichtungen bringen zwar viele Datensätze aber wenig Qualität des Datenmaterials.

Waldkauz, Waldohreule - sowohl für den Vogel des Jahres als auch die zweite Eulenart sind die Erkenntnisse zum Bestand nicht vollständig. Besonders für die Waldohreule scheint die Situation ernst zu sein, da immer weniger Vögel gesichtet werden.

Zu den Eulen und Anhang-I-Arten ein Auszug aus dem Rundschreiben 1-2017 als pdf-Datei.

Kiebitz - Der NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf. Weitere Informationen: https://www.nabu.de/news/2016/02/20286.html

22.02.2017



Zwergschwäne. Foto: L. Sielmann


Rotmilan. Foto: S. Wolff


Waldkauz. Foto: M. Haupt

Projekte unterstützen - Farbringe ablesen zum Seitenanfang

Markierungen an Vogelbeinen

Die wissenschaftliche Vogelberingung ist schon über 100 Jahre alt. Zunächst wurden nur Metallringe verwendet, die den Vorteil der Langlebigkeit haben, aber im Feld nicht einfach abzulesen sind, wenn man den Vogel nicht gefangen hat. Ein Mittel, Vögel auch aus der Entfernung zu identifizieren, ist die Markierung mit Farbringen. Eine Kombination aus Farben oder ein Ring mit einem mehrstelligen Code kennzeichnen ein Individuum eindeutig.

Im aktuellen FALKE-Heft gibt es einen Artikel mit Beispielen zu Beringungsprojekten und Ablesungen aus Schleswig-Holstein.


Der Artikel zum Download als pdf-Datei

06.02.2017



aus Falke-Heft 2017-2

 

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