Stellungnahmen
Presse
Situation des Mäusebussards in SH zum Seitenanfang

Forschungsprojekt zur Bestandsveränderung des Mäusebussards

Seit 2014 werden auf Probeflächen die Brutbestände der Bussarde erfasst und mit Zahlen aus vorhergegangenen Erfassungen verglichen. Neben dem Vergleich der Bestandszahlen wird auch nach den Ursachen für den festgestellten Rückgang gesucht.

Dazu wurden Kameras an mehreren Nestern installiert, um den Verlauf der Bruten zu dokumentieren. Zu den interessanten Ergebnissen und einigen anschaulichen Videos vom Familienleben der Mäusebussarde führt der nachfolgende Link:
http://bioconsult-sh.de/de/projekte/rueckgang-maeusebussard/

15.11.2017


Zwergschwan Positionen
Videobild vom Bussardnest. Quelle: Bioconsult SH
Daisy Clarke war wieder kurz in Deutschland zum Seitenanfang

Besenderte Zwergschwandame auf dem Weg in die westlichen Winterquartiere

Am Dienstag Nachmittag (07.11.) hat Daisy Clarke Litauen verlassen und hat den Weg über die Ostsee genommen. Relativ geradlinig wirkt die Flugroute, die sich aus den Positionen des Senders ergeben, dessen Signale alle drei Stunden gemeldet werden. An der Peenemünde kam sie dann am 09.11. vormittags an.

Kaum da und schon wieder weg. Nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland ist Disy Clarke mittlerweile schon in Holland angekommen. Auch in Schleswig-Holstein hat sie Rast gemacht: Mittags am 10.11. bis zum nächsten Morgen war sie an den Lammershagener Teichen. Das 18:00 Uhr Signal am 11.11. kam dann von der Eidermündung Höhe NSG Grüne Insel. An der Ostfriesischen Küste entlang flog sie dann an den nördlichen Rand des Ijsselmeeres, wo sie heute, am 13.11. angekommen ist.

In den kommenden Wochen sollte die Anzahl der Zwergschwäne hierzulande steigen zunächst halten sie sich aber weiter westlich auf. Richtig interessant wird es in Schleswig-Holstein dann im Februar und März.

13.11.2017


Zwergschwan Positionen
Zum Vergrößern mit Maus über Bild
Karte: WWT
6 Jahre ornitho.de zum Seitenanfang

Herzlichen Glückwunsch ornitho!

Millionen und Abermillionen von Beobachtungen sind in den 6 Jahren bei ornitho.de zusammengekommen. Ornitho kann also viele Daten. Nun ist es Zeit auch mal an die Qualität zu denken. Denn das ist ja einer der Gedanken der Datensammlung, eine zuverlässige Quelle für ornithologische Beobachtungen zu haben.

Nicht immer ist viel auch gut. Es gibt Beobachter, die zwar fleissig ihre Sichtungen eingeben, aber leider keine Angaben zu Alter, Geschlecht oder Lebensraum machen, obwohl das ja leicht möglich wäre. Bei vielen Beobachtungen, bei denen diese Unterscheidungen machbar wären, fehlen leider die Details.

Eine Spezialbaustelle ist die Rubrik Fotos. Bilder, auf denen unscharf viel Landschaft und ein nicht zu identifizierender Punkt als Vogel vermutet wird, nützen niemandem Etwas. Solche Fotos sind aber für diejenigen lästig, die sich im Bilderarchiv eine bestimmte Art ansehen wollen, die sie noch nicht sicher bestimmen können. Wer dann nur kleine schwarze Punkte findet, ist schnell frustriert.

Klar ist auch, dass es Unterschiede in der Erfahrung der Beobachter gibt, vom Vollblutorni bis zum Einsteiger haben wir wohl alles dabei. Und Spaß machen solle es ja auch, das Beobachten und das Eintragen der Daten. Aber kann man nicht auch Spaß haben und genau beschreiben?

30.10.2017


ornitho Geburstag
Nach wie vor ein Erfolg: das Datenportal für Vogelbeobachtung ornitho.de
Westküstenvogelkiek mit Gegenwind zum Seitenanfang

Wetterlage derzeit gemischt, weitere Veranstaltungen im Programm

Auch wenn Nationalparkranger Martin Kühn mit dem Wetter zu kämpfen hat, wie das Schleswig-Holstein Magazin gestern in der Sendung berichtete, stehen bis zum nächsten Sonntag, 08.10. noch einige Veranstaltungen auf dem Programm.

Schon seit Samstag läuft die Veranstaltungsreihe zum Westküsten-Vogelkiek.

Details zum Programm gibt es unter westkuesten-vogelkiek.de

 

03.10.2017


Westküstenvogelkiek
Das Schleswig-Holstein Magazin zeigte den gegen den Wind stapfenden Martin Kühn. (Screenshot NDR-Beitrag)
Wie wird der Bruterfolg der Zwergschwäne? zum Seitenanfang

Exkursion britischer Wissenschaftler in die arktischen Brutgebiete

Ein Team britischer Ornithologen vom WWT war im Sommer in den Brutgebieten des Zwergschwan, um dort Untersuchungen zu machen. Dabei wurden auch Schwäne gefangen und mit Farbringen markiert. Insgesamt 86 Zwergschwäne, 5 Singschwäne und 4 Höckerschwäne konnten vermessen und beringt werden. Die zu dieser Zeit flugunfähigen Schwäne werden vom Boot aus mit Netzen gefangen.

Kane Brides vom WWT berichtet auch von einem besorgniserregend geringen Anteil an Jungschwäne im Untersuchungsgebiet. Die Forscher rechneten mit 30 bis 40 Vögeln, fanden aber nur 5. Sollte das auch für die anderen Teile des Brutgebiete gelten, ist von einem schlechten Bruterfolg auszugehen. Die diesjährige Wettersituation in der Tundra lässt vermuten, dass es zu einem späten Brutbeginn kam und auch die gefangenen Jungschwäne waren noch verhältnismässig klein.

Genaueres wissen wir, wenn die Altersklassen in den bei uns rastenden Zwergschwänen im Winter ausgezählt werden können. Die seit Jahren rückläufigen Zahlen der westeuropäischen Zugwegpopulation könnten einen guten Bruterfolg dringend gebrauchen.

27.09.2017


Zwergschwanfang in der arktischen Tundra
Erfolgreicher Fang von Zwergschwänen in der arktischen Tundra. Foto: WWT
EBBA 2 - der europäische Brutvogelatlas ist im Werden zum Seitenanfang

Datenaufnahme größtenteils abgeschlossen, nur noch wenige Lücken

1997 wurde der erste europäische Verbreitungsatlas für die Brutvögel Europas publiziert. Die Daten sind nicht mehr aktuell und decken nicht ganz Europa ab. Deshalb lancierte der European Bird Census Council (EBCC) ein neues Atlasprojekt, den European Breeding Bird Atlas 2 (EBBA2).

Ziele
EBBA2 hat zum Ziel, die aktuelle Verbreitung und relative Häufigkeit der Brutvögel in Europa zu dokumentieren und die Veränderungen seit dem ersten Atlas aufzuzeigen, der auf Daten der 1980er Jahre fußte. Zudem soll eine europäische Datenbank für konkrete Auswertungen aufgebaut werden, mit denen gezielt naturschutzfachliche Fragestellungen beanwortet werden können.

Nationaler Ansprechpartner in Deutschland ist Christoph Sudfeldt, DDA.

Eine Einsicht in die bisherigen Ergebnisse und geplante Auswertung ist auf der Homepage von EBBA zu finden. Hier gibt es auch die Möglichkeiten das Projekt mittels Artenpatenschaften zu unterstützen.

25.09.2017


EBBA2
Rotmilanprojekt durch UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet zum Seitenanfang

Hervorragender Naturschutz auch mit Beteiligung der OAG

Mehr Nahrung während der Brutzeit zur Verfügung zu stellen und Horststandorte zu sichern sind die Ziele des bundesweiten Artenschutzprojektes Rotmilan – Land zum Leben. Um dies zu erreichen, haben sich 2013 der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL), der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und die Deutsche Wildtier Stiftung mit verschiedenen Partnern aus der Praxis zusammengeschlossen. Die Praxispartner beraten während des bis 2019 laufenden Projektes in neun Modellregionen in sieben Bundesländern die Landnutzer über praktische Maßnahmen rotmilanfreundlicher Landbewirtschaftung. Der Schlüssel zum Erfolg ist die naturschutzfachliche Beratung zum Anbau geeigneter landwirtschaftlicher Kulturen, in denen der Rotmilan Beute machen kann. Darüber hinaus werden Hecken angelegt, bestehende Nester geschützt und Bäume als zukünftige Brutstätten gepflanzt.

Dieser Einsatz wurde mit der Auszeichnung als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ belohnt. Die Urkunde wurde am 18. September im Rahmen einer Fachtagung von Frau Dr. Christiane Paulus vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit an die Projektträger überreicht. Zu der Tagung, in deren Mittelpunkt die Naturschutzberatung, praktische Maßnahmen und erste Monitoringergebnisse stehen, kamen über 100 Gäste aus ganz Deutschland.

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UN-Dekade Biologische Vielfalt

Rotmilan - Land zum Leben

25.09.2017


Auszeichnung UN-Dekade der Biologischen Vielfalt
Dr. Christiane Paulus vom Bundesumweltministerium (BMUB) verleiht Auszeichnung der UN Dekade Biologische Vielfalt an Projektträger: (von links) Dr. Jürgen Metzner (Deutscher Verband für Landschaftspflege), Hilmar Freiherr von Münchhausen (Deutsche Wildtier Stiftung), Dr. Christiane Paulus, Bundesumweltministerium), Dr. Christoph Sudfeldt (Dachverband Deutscher Avifaunisten).
Foto: A.Bauer
Vögel in Deutschland — Erfassung rastender Wasservögel zum Seitenanfang

Wasservogelzählungen mit hohem ehrenamtlichen Engagement

Ente, Schnepfe und Co. im Visier der Vogelkunde - Woher wissen wir zum Beispiel, dass Wasservögel aufgrund des Klimawandels ihre Rastgebiete nach Nordosten verlagert haben? Die Antwort darauf gibt die neue Ausgabe von „Vögel in Deutschland – Erfassung rastender Wasservögel“, die jetzt erschienen ist. Sie liefert einen bundesweiten Überblick über die Erfassungen, an denen sich jährlich mehrere tausend Ehrenamtliche beteiligen. Damit investieren sie hunderttausende Stunden ihrer Freizeit und sammeln die grundlegenden Daten über Vorkommen, Bestände und Trends rastender Wasservögel.
mehr dazu

Bezug der gedruckten Ausgabe über DDA-Schriftenversand,
z. H. Thomas Thissen An den Speichern 6, 48157 Münster,
Tel: 0251/2101400 E-Mail: schriftenversand@dda-web.de
Internet: http://www.dda-web.de/index.php?cat=pub&subcat=order>
Schutzgebühr: 9,80 EUR zzgl. Versandkosten

Weitere Informationen

„Vögel in Deutschland — Erfassung rastender Wasservögel“ zum Download

„Vögel in Deutschland — Erfassung rastender Wasservögel“ als online lesbare Version

22.08.2017


Hansebird 2017: 17.-18.06. zum Seitenanfang

Ein Buntes Programm mit Führung, Vorträgen und Austellung in Hamburg

Vom 17. bis 18. Juni 2017 bringt der NABU Hamburg Vogelfreunde, Naturbeobachter und Fotografen bereits zum achten Mal inmitten der Hansestadt zusammen. Vor der reizvollen Kulisse der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe mit ihren 44 Brutvogelarten können Ferngläser, Spektive, Kameras und Zubehör unter realen Bedingungen ausprobiert und verglichen werden. Ausflugszentren und Reiseanbieter stellen Vogelparadiese vor, daneben gibt es Naturschutzprodukte, Outdoor-Ausrüstung, Fachliteratur und Kunst. Inspirationen für eigene Streifzüge durch die Natur bieten zahlreiche Bildvorträge von Vogelkundlern und Naturfotografen. Führungen, Workshops und Kinderangebote runden das Rahmenprogramm ab.

Weiteres zur Hansebird auf der Homepage.

14.06.2017


Birdrace 2017 - wieder mit Rekorden zum Seitenanfang

Mehr Arten, mehr Teams, mehr Spenden

Wieder war es ein voller Erfolg, das Birdrace 2017 konnte mit Rekordbeteiligung bei besten Bedingungen durchgeführt werden. 302 Teams davon 34 aus Schleswig-Holstein gingen an den Start. Drei Beobachterteams aus Schleswig-Holstein schafften es unter die 10 "artenreichsten" Mannschaften.

Aber nicht nur ornithologisch sondern auch finanziell war das Rennen 2017 mit einer Steigerung verbunden. In diesem Jahr konnten mehr als 33.000 € als Spenden für die Unterstützung der Meldeplattform ornitho.de gesammelt werden. Ein toller Erfolg!

Weitere Details auch zu den Ergebnissen der letzten Jahre und zum Drumherum gibt es auf der Homepage des DDA.

10.05.2017


Plöner Erklärung zur Bedeutung und zum Schutz von Möwenbrutplätzen auf Flachdächern zum Seitenanfang

Schutz von Dachbrütern unzureichend

Störungen und Vertreibung von Möwen auf Flachdächern haben ein Besorgnis erregendes Ausmaß erreicht. Immer mehr Mitglieder der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft wie auch anderer Vogel- und Naturschutzvereine fordern den Stopp dieser Maßnahmen und ein abgestimmtes Vorgehen aller Verantwortlichen zum Schutz und zur Erhaltung dieser Brutvorkommen. Der Vorstand der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft hat deshalb auf einer außerordentlichen Sitzung in Plön die folgende Erklärung verabschiedet.

Die Plöner Erklärung als pdf-Version

31.03.2017


Jahresversammlung der OAG 2017 zum Seitenanfang

Interessantes Programm und reges Interesse

Die Teilnehmer der Jahrestagung der OAG waren sichtlich mit dem Vortragsprogramm zufrieden. Mit etwa 120 Anwesenden war die Veranstaltung sehr gut besucht.

Die Präsentation des Tätigkeitsbericht des Vorstandes können sie als pdf-Datei (8 MB) erhalten.

Als Möglichkeit, sich weiter mit den präsentierten Themen zu beschäftigen, folgen hier einige Hinweise zu weiteren bzw. in den Vorträgen genannten Quellen:

Georg Nehls - Ergebnisse der PROGRESS-Studie
Der komplette Projektbericht ist als pdf-Datei erhältlich: 
http://bioconsult-sh.de/de/projekte/progress/

Torsten Langgemach - Vogelwelt und Windkraftnutzung
Tabelle mit Kollisionzahlen für Deutschland und Europa:
http://www.lugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.312579.de

Nathalie Meyer - Vom Leben und Überleben des Großen Brachvogels in der ETS
Jahresberichte zum Wiesenvogelschutz
https://bergenhusen.nabu.de/forschung/wiesenvoegel/index.html

Oliver Granke & Volker Salewski - Das Eu-Projekt LIFE-Limosa
Projektberichte: https://bergenhusen.nabu.de/forschung/life-limosa/index.html
Projekthomepage: http://life-limosa.de/

Das komplette Programm der Jahrestagung als pdf-Datei.

06.03.2017


Vogelarten im Fokus 2017 zum Seitenanfang

Meldungen von Beobachtungen willkommen

In jedem Jahr gibt es bestimmte Vogelarten denen aufgrund aktueller Monitoringprogramme oder Projekte eine spezielle Aufmerksamkeit geschenkt wird. Meldungen von Beobachtungen zu diesen besonderen Arten sind natürlich auch besondes willkommen. Dazu gehören 2017:

Zwergschwan - für diese Art wird aufgrund des steigenden Anteils der in Schleswig-Holstein rastenden Vögel aus der Zugwegpopulation in Westeuropa eine intensive Erfassung durchgeführt. Zusätzliche Daten und besonders Ablesungen von beringten Vögeln helfen die Situation der Schwäne darzustellen. Weiteres unter Zwergschwanerfassung

Schwarzspecht, Mittelspecht, Zwergschnäpper, Rotmilan - diese vorwiegend waldgebundenen Arten stehen in diesem Jahr für die Erstellung der Berichte zu den Anhang-I-Arten im Mittelpunkt. Von Bedeutung sind besonders die Brutvorkommen, Meldungen einfacher Sichtungen bringen zwar viele Datensätze aber wenig Qualität des Datenmaterials.

Waldkauz, Waldohreule - sowohl für den Vogel des Jahres als auch die zweite Eulenart sind die Erkenntnisse zum Bestand nicht vollständig. Besonders für die Waldohreule scheint die Situation ernst zu sein, da immer weniger Vögel gesichtet werden.

Zu den Eulen und Anhang-I-Arten ein Auszug aus dem Rundschreiben 1-2017 als pdf-Datei.

Kiebitz - Der NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf. Weitere Informationen: https://www.nabu.de/news/2016/02/20286.html

22.02.2017



Zwergschwäne. Foto: L. Sielmann


Rotmilan. Foto: S. Wolff


Waldkauz. Foto: M. Haupt

Projekte unterstützen - Farbringe ablesen zum Seitenanfang

Markierungen an Vogelbeinen

Die wissenschaftliche Vogelberingung ist schon über 100 Jahre alt. Zunächst wurden nur Metallringe verwendet, die den Vorteil der Langlebigkeit haben, aber im Feld nicht einfach abzulesen sind, wenn man den Vogel nicht gefangen hat. Ein Mittel, Vögel auch aus der Entfernung zu identifizieren, ist die Markierung mit Farbringen. Eine Kombination aus Farben oder ein Ring mit einem mehrstelligen Code kennzeichnen ein Individuum eindeutig.

Im aktuellen FALKE-Heft gibt es einen Artikel mit Beispielen zu Beringungsprojekten und Ablesungen aus Schleswig-Holstein.


Der Artikel zum Download als pdf-Datei

06.02.2017



aus Falke-Heft 2017-2

 

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